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5. Amphi Festival, 18.+19. Juli 2009 (Köln / Tanzbrunnen)

5. Amphi Festival 2009 - Sontag, 19. Juli
Auf dem Weg nach Köln hatte man bereits mit dem schlimmsten gerechnet, dunkele Wolken, Regen, Regen und noch mehr Regen. Doch wie auch schon in den vergangenen Jahren wurde der Tanzbrunnen einmal mehr vom schlechtem Wetter verschont, so dass man bis auf wenige kurze Schauer ohne Regenschirm und co auskam.
Die Rheinparkhalle sollte auch am Sonntag nicht für Auftritte genutzt werden, welche allesamt ins Theater verlegt worden waren. Da kann man nur vom Glück sprechen das man eine Ausweichmöglichkeit direkt Vorort hatte und somit kein Act abgesagt werden musste.

Panzer AG
Mit etwas Verspätung fanden wir uns dann wieder auf dem Festival Gelände ein, um festzustellen dass die Jungs von Panzer AG den Platz vor der Hauptbühne bereits ordentlich gefüllt hatten und bereits für eine gehobene Stimmung sorgten.

The Other
Das die Horrorpunks sich auf diesem elektrisch dominierten Amphi etwas schwer taten, kann man ihnen wohl nicht verübeln. Als Witz gedachte Sprüche (so ähnlich) wie „...einige unter euch haben so etwas wie eine Gitarre und ein Schlagzeug wohl noch nie gesehen“, zündeten deshalb auch nur mäßig. Trotzdem gaben die Vier ganz schön Gas und auch wenn der geforderte Pogo nicht zu Stande kam, war die Stimmung (mit einem Blick auf die Uhr) recht ordentlich.


Jesus On Extasy
Ich habe ja schon so einige Performances dieser Band gesehen und darunter waren einige hervorragende und einige gute, aber das hier war weder das eine noch das andere. So ein Auftritt steht und fällt nun mal mit dem Frontmann. Dann kann sich der Rest der Band noch so abmühen, wenn da jemand so verpennt am Mikro steht, ist das nicht wirklich auszugleichen. Was mit dem sonst so gestylten „Dorian Deveraux“ los war weiß man nicht, aber er wirkte als wäre just in diesem Moment aus dem Bett gestiegen. So ließ sich dann auch das Publikum nur bedingt zum mitmachen animieren. Richtig wachgerüttelt wurden die Zuschauer (und wohl auch „Dorian“) erst mit dem Song „Neochrome“ und mit „Lies“ ging es dann zum Schluss auch noch mal richtig zur Sache. Alles in Allem also eine recht mäßige Show, mit einer „Nuclear Bitch“ die ich beinahe nicht wieder erkannt habe.


Omnia
Für mich die positive Überraschung und ein echtes Highlight des diesjährigen Amphi. Die Niederländer, welche leider nur recht selten durch Deutschland Touren (was, wie uns aus Insiderkreisen berichtet wurde, nicht an der Band, sondern wohl eher an den Veranstaltern liegt), sind auch mir irgendwie durchgegangen.
Frontmann „Sic“ fühlt sich auf der Bühne sichtlich wohl und so gab er auch gleich mal ein Gedicht (auf deutsch) zum Besten, welches er auf dem Weg nach Köln erdacht hatte:
„Ich liebe Baum
Ich liebe junge Eichen
Junge Eichen wachsen am besten
auf Menschenleichen
Ich liebe Baum“

Die gesamte Bühne war mit pflanzen Ranken überzogen und auch die Musiker erinnerten irgendwie an Fabelwesen aus dem Wald. Die gute Laune die sie verbreiteten, sprang ungebremst auf das Publikum über. Immer wieder forderten einige der Zuschauer ein Lied namens „Morrigan, welches sie als Zugabe dann letztlich auch bekamen. Und ich muss schon sagen, mir liefen dabei diverse Schauer über den Rücken. Abschließend möchte ich es mit den Worten von „Omnia“ sagen: „Green is the new black“!

Saltatio Mortis
Während die Mittelalter-Punk-Combo eine Stunde lang Spaß auf und vor der Bühne verbreiteten, nutzte man die Zeit um sich die Stände einmal einwenig genauer anzuschauen und einwenig feste Nahrung aufzunehmen.


Hocico
Die beiden Mexicaner (Erk Aicrag und Racso Agroyam) füllten den Platz vor der Hauptbühne mal ordentlich aus und sorgten weiterhin für eine gute Stimmung. Neben den bereits bekannten prachtvollen aztekischen Gewändern, Kopfschmuck und Kriegsbemalung der „Tänzer“, durften altertümliche Kelche und Räucherschalen nicht fehlen. Im späterem Verlauf wurde es dann auch gewohnt blutig auf der Bühne. Man stellt fest, Spiel, Spaß und Stimmung ist bei den beiden Mexikanern immer zugegen und ein weiteres mal überzeugten sie akustisch wie auch optisch.


Qntal
Hatte sich über den Tag, bis zu dem Auftritt von „Omnia“, bereits eine viertel Stunde Verzögerung angesammelt, stockten „Qntal“ dies dann auf fast 50 Minuten auf. Wie sich heraus stellte steckten wohl zwei Bandmitglieder im Verkehr fest. Trotzdem lieferten sie eine äußerst professionelle Show ab, die dann aber auch bereits nach einer halben Stunde vorüber war. Nach ein paar weiteren Entschuldigungen verließen sie dann, ebenfalls professionell die Bühne.

Henke
Worüber sich der eine erfreut, so wundern sich wiederum andere. Vor allem die ältere Generation der Szene war über den Auftritt des Herrn Oswald Henke begeistert. Der Schwerpunkt für die Songauswahl für diesen Auftritt lagen überraschenderweise bei Stücken von „Goethes Erben“ und „Artwork“.



KMFDM
Das Warten hat ein Ende und die Zeit war gekommen für die Industrial-Formation KMFDM. Das Theater war bereits gut gefüllt und die Stimmung in selbiger war vorab prächtig. Mit eine Zigarette und einer Flasche Vodka betrat Kapt'n K mit seinen Bandmitgliedern die Bühne. Neben tanzen, pogen und Crowdsurfing gröhlten, sangen und feierte der Mob vor der Bühne kräftig.
Weitere Worte an dieser Stelle zu verlieren ist überflüssig, KMFDM muss man erleben und sollte man nicht verpassen wenn sie zu gegen sind.
KMFDM better than the best.


Front 242
Nachdem man sich wieder etwas von KMFDM gesammelt hatte, ging es raus wo bereits Front 242 ihr bestes gaben. Hier war die Stimmung ebenfalls sehr gut, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Mit jeder menge Bewegung auf und vor der Bühne beglückten man uns noch mit zwei drei Songs, u.a. der Klassiker Headhunter.


Auch dieses Jahr haben alle Besucher zuvor Ihr Teller leer gegessen, so dass es an sich ein regenfreies Festival war, auch wenn Rund um den Tanzbrunnen es teilweise durchgerechnet hat. Die Atmosphäre des Geländes mag nicht jedem gefallen, dennoch ist es auch mal schön nach einem Regenschauer nicht gleich im Matsch zu stehen.
Negativ war wieder einmal alles Rund ums Trinken, auch wenn es eine kostenlose Trinkwasser Versorgung gab. Dank verschiedenen Pfandsystem war man gezwungen einen Stand zu finden der selbes benutzte oder man musste zu dem Stand zurück wo man es erworben hatte. Wenn dieser dann im späterem Verlauf des Tages bereits geschlossen hatte gab man einfach auf.
Gegen Eltern die Ihre Sprösslinge mit auf ein solches Festival nehmen ist durchaus nichts einzuwenden, dennoch sah man einige Kinder die zum einen ohne Hörschutz rumliefen (auch vorne vor den Boxen) und zum erschrecken unserseits wurde während des Agonoize Auftritts ein völlig erschöpftes Kind auf Armen herausgetragen.
Das mit der Alterbeschränkung in der Rheinparkhalle ab einer bestimmten Zeit sei mal ganz verschwiegen, genauso ob das jemand kontrolliert hat.

Mit dennoch überwiegend positiven Eindrücken ging das Festivalwochenende dann zu Ende und wie immer war es ein friedliches und fröhliches zusammenfinden der Szene. Wir freuen uns aufs nächstes Jahr und der Termin fürs 6.Amphi Festival steht bereits auch. Dieses findet am 24. + 25. Juli 2010 statt.




Vorort waren:
Guido [G.G.] Bericht
Heiko [H.L.] Bericht / Fotos


Bericht - 4.Amphi Festival 2008 (Samstag)



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Kommentare
antoinettek am 12.08.2010 03:08
Hi there, I dont know if I am writing in a proper board but I have got a problem with activation, link i receive in email is not working... keyword,
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