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  • Danzig
  • Deth Red Sabaoth

    Label : AFM Records
    Format : CD
    Genre : Heavy Metal, Rock
    VÖ-Datum : 25.06.2010

    Nach sechs Jahren der Abstinenz möchte es der legendäre muskelbepackte Frontman Glenn Danzig wohl noch mal wissen. Fast schon unbemerkt wurde an einem neuen Album gearbeitet, welches nun unter dem Arbeitstitel „Deth Red Sabaoth“ den Weg in die Plattenläden gefunden hat. Für viele Fans endeten jedoch die glorreichen Danzig Jahre mit der Veröffentlichung des vierten Studioalbums im Jahr 1994. Die nachfolgenden Werke wollten einfach nicht den Kultstatus wie das Debüt „Danzig“ oder das 1992er Werk „How The Gods Kill“ erreichen. Die Band entfernte sich zunehmend von ihrer prägnanten Ader, um mit Alben wie beispielsweise „Blackacidevil“ oder dem letzten Werk „Circle Of Snakes“ experimenteller und differenzierter zu klingen. Nur zu gern erinnert man sich an die wahren Kassenschlager zurück, wie „Mother“ oder „Dirty Black Summer“ die in den 90er Jahren in keinem Metal-Club fehlen durften und nach denen lauthals, an fast jedem Abend verlangt wurde. So wundert man sich kaum das auf dem nunmehr neunten Album „Deth Red Sabaoth” wieder der alten Tage bedacht werden soll.

    Tracklist:
    01. Hammer of the Gods
    02. The Revengeful
    03. Rebel Spirits
    04. Black Candy
    05. On a Wicked Night
    06. Deth Red Moon
    07. Ju Ju Bone
    08. Night Star Hel
    09. Pyre of Souls (Incanticle)
    10. Pyre of Souls (Seasons of Pain)
    11. Left Hand Rise Above

    Sicherlich dürfte jedem Altfan schon im Vorfeld klar gewesen sein, das die neue Scheibe den ersten vier Produktionen kaum das Wasser reichen kann, jedoch zumindest die alte Flamme wieder zum zündeln bringt. Glenn Danzig wartet immer noch mit einer gewissen Tiefgängigkeit in der Stimme auf, auch wenn diese stellenweise nur spärlich gegen die Gitarrenwände dominiert. Produktionstechnisch ein wahrer Dirty-Look, ein teilweise roh belassenes Recording, signiert die Anlehnung an frühere Werke. Auch das aktuelle Line-Up lässt keine Wünsche offen, wieder mit von der Partie sind Tommy Victor [Prong], der ehemalige Type O Negative-Drummer Johnny Kelly sowie Glenns ex-Samhain-Kumpel Steve Zing, letzttriger begeistert wieder Live am Viersaiter. Anfänglich noch recht misstrauisch steigt man mit „Hammer Of The Gods“ in das Werk ein, eigentlich ein recht gelungener Track wären da nicht einige Unebenheiten, wie z. B. das dumpf klingende Drumming. Wirklich erwähnenswert folgt an dritter Stelle „Rebel Spirits” welches in der Tat für ein nostalgisches Danzig Feeling sorgt, düster depressiv und durch den Einsatz der massiven Doublebass Passagen, werden die schleppenden Gitarrenriffs kraftvoll untermauert. Für „Black Candy” hüpfte Glenn dann einfach mal selbst hinter die Schießbude, um drauf loszutrommeln, zudem spielte er auf diesem Werk die meisten Bassspuren selbst ein.

    Die Nummer „On AWicked Night” lässt zu beginn an ein Lagerfeuergelage, irgendwo in der Wüste der USA erinnern, zu dem die Saiten der Akustikklampfe gezupft werden. Hierbei handelt es sich um die erste Singleauskopplung aus diesem Album, die bereits in der ersten Erscheinungswoche den sechsten Platz, der Billboard Top Singles Charts erreichte. Lange muss man beim Ertönen der ersten Klänge von „Deth Red Moon“ nicht überlegen, welchem legendären Song nun bedacht werden soll, ganz klar „Mother“. Zudem kommen auf dieser Scheibe ganz klare Ansätze zu 70ziger und 80ziger Jahre Rocklegenden zum Vorschein, so tendiert man mal zu Black Sabbath artigen Riffs oder rockt zu ZZ TOP Anleihen headbangend durch die Gegend. Mit dem annährend zehnminütigen Zweiteiler "Pyre Of Souls" wird im ersten Abschnitt noch auf rein instrumenteller Basis hantiert, mal abgesehen von den Chor ähnlichen Untermalungen. Der zweite Teil hat es dann aber in sich und treibt Glenns Blutdruck beim Performen ordentlich in die Höhe, ebenso wie die abschließende Nummer „Left Hand Rise Above“ mit der sich die stolze 52minütige Spielzeit, dem Ende nähert.
     
    Bewertung : 7.5 / 10
    Fazit :Ganz vollkommen ist dieses neue Lebenszeichen von Danzig sicherlich nicht, doch bietet „Deth Red Sabaoth“ genügend Stoff, an dem man sich durchaus laben und erfreuen kann. Für mich, nach einigen verunglückten Jahren in denen Danzig musikalisch weit über das Ziel hinausgeschossen sind, erstmalig wieder ein Lichtblick in der Finsternis. Besonders „Rebel Spirits”, „On AWicked Night” und nicht zuguterletzt „Deth Red Moon“ erinnerten mich an gute alte Zeiten, in verrauchten Katakomben heimischer Metal-Clubs. Andre [A.S.]


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    Links :
  • http://danzig-verotik.com/
  • http://www.myspace.com/danzig
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