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Vorbericht M’era Luna 2010




Auch 2010 haben die Veranstalter FKP Scorpio, für das kommende Mera Luna Festival, ein ordentliches Lineup auf die Beine gestellt. Sah dies Anfangs noch etwas dürftig aus, so sind die Bandbestättigungen bis heute abwechslungsreich und vielseitig geworden. So lädt das M’era Luna 2010 nun schon seid über 10 Jahren ein und bietet neben Musik aus den Bereichen Gothicpop-, Düsterrock bis Electro auch eine angenehme, familiäre Atmosphäre.

Veranstaltung: M’era Luna Festival 2010

Termin: Samstag, 7. August – Sonntag, 8. August 2009

Ort: Flugplatz Drispenstedt, Hildesheim

Tickets: Zwei Tages-Tickets mit Camping gibt es für 79,- € inkl. Gebühren und 5 € Müllpfand unter www.meraluna.de oder telefonisch über 0 180 5-853 653 (14 ct/min / Mobilfunkpreise können abweichen).

Kurzinfo: Das M’era Luna Festival ist das Familientreffen der schwarzen Szene in Europa. Neben den immer hochkarätigen Headlinern gehört aber vor allem die ausgesprochen friedliche und familiäre Atmosphäre zu den Hauptanziehungspunkten für Besucher aus aller Welt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm, Diskonächte mit Szene-DJs oder zahlreiche Verkaufsstände ziehen alljährlich mehr als 20.000 Fans in oftmals extravaganten und vorwiegend schwarzen Outfits an.

Bühnenprogramm: Mehr als 40 Bands auf zwei Bühnen. Für 2010 bereits bestätigt:

Placebo * The Sisters Of Mercy *
In Extremo * Unheilig * Nitzer Ebb * Skinny Puppy * Laibach * The 69 Eyes * Saltatio Mortis * Combichrist * Crematory * Eluveitie * Zeraphine * Feindflug * Rotersand *Das Ich * Agonoize * Amduscia * Faith and the Muse * Samsas Traum * Lacrimas Profundere * Hanzel und Gretyl * Qntal * Rabenschrey * Punish Yourself * Illuminate * Angelspit * Colony 5 * The Other * Leandra

Rahmenprogramm: Mittelaltermarkt, Modenschau, Autogrammstunden

Veranstalter: FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH


Bandinformationen:

Agonoize

Mit den Worten „Massenmörderbrachialpop für die Schlachthausdisco“ beschreibt das Plattenlabel der Berliner Aggro-Electro Band ihre Schützlinge von Agonoize. Und das ist auch durchaus zutreffend. Die drei Jungs verwischen alle bisher dagewesenen Grenzen, sowohl in ihren Texten als auch bei Live-Auftritten. Die Shows der 2002 gegründeten Band wirken so real, dass der Betrachter das Gefühl bekommt, in einem Freddy Krueger-Film gefangen zu sein, der erst endet, wenn man mit viel Kunstblut überzogen ist. Spätestens wenn Frontmann Chris mit einer Flex an seinem eigenen Outfit einen enormen Funkenregen erzeugt oder sich mit unzähligen Kanülen die Gliedmaßen pierct, weiß man, dass die Band außergewöhnlich ist.

Amduscia

Die mexikanische Band Amduscia bezeichnet ihre Musik selbst als Kombination aus Dark Electro, EBM und Future Pop. Ihr erstes veröffentlichtes Werk „Melodies for the Devil“ erschien 2003 und bestand ausschließlich aus harten und brachialen Sounds. Charakteristisch sind der Schreigesang und die Trance-Elemente in ihrer Musik. Auf ihrem 2008 veröffentlichten Album „Madness In Abyss" haben die drei Mexikaner noch einmal deutlich an der Härteschraube gedreht und schaffen es mit ihren durchgeknallten Inferno-Sound genau den Nerv der Zeit zu treffen.

Angelspit

Das australische Duo aus Sydney kombiniert in seiner Musik Gothic, Punk und elektronische Musik, aber auch Pop und Metal und ihre Arbeit enthält Bilder rund um medizinische Experimente, Elemente des Grauens und groteske Gesellschaften. Seit 2004 existiert Angelspit und präsentiert nach dem Mitte 2009 veröffentlichten 'Black Kingdom Red Kingdom' als Remix-Platte des Albums 'Blood Death Ivory' aus dem Vorjahr, ihr siebtes Album „Hideous & Perfect“. Auch dieses Werk überzeugt mal wieder durch den Clash der weiblichen und männlichen Stimme von ZooG und Destroyx, welche sich in Verbindung mit den Sounds ins Hirn des Hörers einhämmern. Und mit ihm sind Angelspit zu ihren Industrial-Wurzeln zurückgekehrt: schrill, laut, unbequem und abgefahren.

Colony 5

Colony 5 ist eine schwedische Future-Pop/Synthie-Pop-Band, die 1999 gegründet wurde. Anfangs orientierte sich die Band an eher ruhigem Synth-Pop, schlug dann jedoch eine härtere Gangart ein und ist heute eher im Bereich Futurepop anzusiedeln. 2006 gewann die Band mit der Single Plastic World bei den Scandinavian Alternative Music Awards in der Kategorie „Best Song“.

Combichrist

In der Elektroszene ist diese Band schon gar nicht mehr weg zu denken. Kaum jemand hat eine Musikrichtung so stark geprägt wie die als kleines Nebenprojekt gegründeten Combichrist. Eine der wohl bemerkenswertesten Eigenschaften ist, dass es Andy LaPlegua immer wieder gelingt, seinen wütenden und brachial klingenden Hymnen Ohrwurmcharakter zu verleihen. Durch ein ordentliches Fundament aus Elektro, fetten Beats, runden Bassläufen und zielsicheren Hooklines schaffen es Combichrist immer wieder, sich in den Köpfen der Hörer festzusetzen.

Crematory

Unstrittig ist: Crematory sind wohl eine der erfolgreichsten und erfahrensten Gothic-Metal-Bands aus deutschen Landen. Seit 1991 versorgen Matthias Hechler, Harald Heine, Felix Stass und Markus und Katrin Jüllich die Fangemeinde mit Neuerscheinungen und auch live sind Crematory nicht müde geworden. Vielleicht ist es diese Zuverlässigkeit, gepaart mit dem sich ständig weiterentwickelnden Sound aus Gitarrenbollwerken und subtilen Synthie-Arrangements, die die Faszination um diese Band ausmacht. 2010 werden Crematory das M’era Luna beehren und die Ungetüme, die im Februar auf dem kommenden Album „IInfinity“ veröffentlicht werden, auf die Festivalmenge loszulassen.

Das Ich

Nach diversen musikalischen Projekten des Bandmitbegünders Bruno Kamm, lernte er 1987 Stefan Ackermann kennen, mit dem er dann 1989 die Band „Das Ich“ ins Leben rief. Die beiden suchten sich einen Keyboarder, der bis heute acht Nachfolger hat, und es ging los. Das erste Album erschien 1991, das aktuellste kam 2009 auf den Markt und ist ein Re-Release von „Die Propheten“ aus dem Jahr 1991. Ihre Live- Auftritte zeichnen sich durch gut durchdachte Performances aus, die zeigen, wie gut die beiden Thematik und Inhalt ihrer Texte live umsetzen.

Eluveitie

Eluveitie machen authentische, keltische Folkmusik, kombiniert mit modernem Melodic Death metal. 2007 wurde das Album „Slania” veröffentlicht und wurde zu einem Durchbruch für die Band. Die tour zum Album führte Eluveitie zu fast allen grossen Sommerfestivals Europas und insgesamt zwei USA/Kanada und drei Europa-Tourneen innerhalb von nur 12 Monaten. Im Anschluss ging es diret wieder ins Studio, um ein reines Akustik-Album zu produzieren. „Evocation I - the arcane dominion“ wurde im April 2009 veröffentlicht, entpuppte sich als ein wahres Juwel der Folkmusik.

Faith and the Muse

Die 1994 gegründete amerikanische Gothicband Faith and the Muse, die sich aus der Sängerin und Songschreiberin Monica Richards und dem Musiker William Faith zusammensetzt, kombiniert Kunst, Theater und Musik. Ihre Songs umfassen viele musikalische Stilrichtungen von Folk-Songs über Gothic Rock, Celtic, Post-Punk bis hin zum Jazz. Ende 2009 melden sie sich nach langer Wartezeit mit dem neuen Album „Ankoku Butoh“ zurück. Darauf zeigen sie sich wieder von einer überraschend harten Seite, lassen aber auch ihre gewohnt sphärischen Klänge nicht außen vor.

Feindflug

Feindflug ist ein Projekt, das im Laufe der Jahre '95 und '96 entstand. Durch Zufall trafen sich die beiden Hauptakteure DJ Banane und Felix. DJ Banane hatte musikalische Vorstellungen und Felix das nötige Equipment, um die Vorstellungen umzusetzen. So begannen die ersten Soundtüfteleien und das Elelektro–Projekt Feindfluf. Sie lassen Electro- und Industrialsounds miteinander verschmelzen und prägen mit ihrer Musik das Genre des Electro-Industrial. Charakteristisch ist, dass sie völlig auf Gesang verzichten und lieber mit Sprachsamples aus Filmen und Reportagen arbeiten. Mit Liedern wie „Sterbehilfe“, und „Kopfschuss“ möchten sie die Menschen zum Nachdenken über die Missstände dieser Welt bewegen.

Hanzel und Gretyl

Kaizer von Loopy und Vas Kallas, alias Hanzel Und Gretyl, sind schon ein ganz besonderes Gespann. Nicht nur dass sie kontinuierlich eindeutige deutsch-geschichtliche Symbolik durch den Kakao ziehen, nein, die beiden Amerikaner haben auch offensichtlich Gefallen an der deutschen Sprache gefunden. Auf dem kommenden Album „Zwanzig Zwölf“ sind so groteske Titel wie „Tötenhead“ oder „Bavarian Bierhaus Blood“ zu finden und auch live ist das Duo nicht darauf aus Gefangene zu machen. „Industrial-Metal straight in the Gesicht“ ist die Ansage, der man sich erstmal gewahr werden muss, wenn man ein Konzert von Hanzel Und Gretyl besucht. 2010 werden die beiden auch auf dem M’era Luna ordentlich einheizen.

Illuminate

Die 4-Mann Band Illuminate gehört unwiderruflich zu den festen Größen der Alternative/ Wave-Szene. Seit nicht weniger als 17 Jahren begeistern das Ehepaar Berthold, Jörn Langenfeld und Johannes Knees die Massen. Sie schaffen es Klavier und Elektrobeats sowie klassische Musik mit tanzbaren Melodien zusammenzufügen und das schätzt die hiesige Fangemeinde, die sich ihnen angeschlossen hat. 12 Studio Alben gehen auf ihre Kappe und das ist noch nicht genug! Im Dezember 2009 erschien ihre 13. Platte: „Ohne Worte“. Mit dieser CD beweisen Illuminate, dass gute Musik nicht unbedingt einen Sänger benötigt, denn auf „Ohne Worte“ sind 10 instrumentale Stücke, die wunderbar miteinander harmonieren.

In Extremo

Zu diesem Urgestein der deutschen Musikgeschichte muss man wohl nicht viel sagen. Seit der Gründung 1995 ging es steil bergauf. Immer mehr fanden gefallen an dieser Musik, die mit mittelalterlichen Klängen in weit zurückliegende Zeitalter versetzt. Mit ca. 20 Musikinstrumenten stehen die sieben Jungs auf der Bühne. Die Diskografie von In Extremo ist so lang, wie erfolgreich: U.a. hat ihre LP „Sängerkrieg“ aus 2008 mit über 100.000 verkauften Exemplaren Gold geholt.

Lacrimas Profundere

Den Musikstil von Lacrimas Profundere mag man irgendwo zwischen Dark-Rock und Gothic- Metal einordnen. 5 Bandmitglieder, die sich nach personellen Wechseln in 2007 (der Sänger und der Bassist sind neu), inzwischen wieder gut eingegrooved haben. Im November 2007 waren sie als Support von Apocalyptica in ganz Europa unterwegs und 2008 haben sie dann in der neuen und aktuellen Besetzung ein Album veröffentlicht: „Songs For The Last View“. Es ist schon die achte Platte. Sie wurde in den legendären Masterdisk Studios in den USA gemastert, wo schon Pantera und Nirvana ihre Musik in beste Hände gaben.

Leandra

„Das Klavier ist für mich eine Flucht vor der Welt da draußen und eine Kommunikationsart, die anfängt, wo andere aufhören", sagt Leandra über sich und dies hört man ihren Songs an. Ihre Musik ist eine Mischung aus einfühlsamen Klavier-Melodien mit Einflüssen aus einem weitem Spektrum von klassischen Stilen, kombiniert mit einem zartem Gesang, der definitiv unter die Haut geht. Sie verarbeitet auf eine perfekte und eindrucksvolle Weise ihre Gefühle und Probleme in ihren Songs und setzt den schönen und berührenden Melodien mit brillanten Texten das i-Tüpfelchen auf. So erschütternd die Texte auch sein mögen, schafft sie es trotzdem immer wieder, den Hörer mit sinnlichen Klängen ihres Klaviers und mit atemberaubender Stimme zu verzaubern. Solch eine Hingabe zur Musik und das Verlangen, das Publikum an ihren Gefühlen teilnehmen zu lassen, machen Leandra einzigartig.

Laibach

„Wir nehmen von allem ein bisschen und schaffen etwas anderes in einer neuen Kombination. Das ist unser Eklektizismus.“ So beschreibt die slowenische Band Laibach ihren ungewöhnlichen Stil selbst in einem Interview des Musikmagazins Sub Line 1994. Dieses Motto hört man ihren Projekten an; ob es zuletzt das Album Volkswagner von 2009 oder Laibachkunstderfuge von 2008 ist, beides ist an die klassische Musik angelehnt und vereint mit Laibachs Einflüssen entstehen völlig neue Klänge. Eigentlich als Rockband betitelt suchen sie immer wieder das Neue, das andere in anderen Musikstilen wie der Klassik aber auch Heavy Metal, Popmusik, Techno und Electronic Body Music dienen als Inspiration. Zunächst im politischen Konflikt wegen des deutschen Namens der damaligen Jugoslawischen Stadt Ljubljana, leben und arbeiten die vier Jungs immer noch in der Stadt ihrer Namensgebung im heutigen Slowenien. Aber nicht nur musikalisch sind sie seit vielen Jahren aktiv, auch in der bildlichen Kunst findet man die Allround-Talente mit zahlreichen Ausstellungen wieder. Die 1980 gegründete Band entwickelt und schockiert nun schon stetig seit über 20 Jahren immer wieder.

Nitzer Ebb

Das Gothic-Industrial Triumvirat aus dem englischen Chelmsford ist nunmehr seit 17 Jahren dabei, die Grenzen des Industrial auszuloten und ist seit vielen Jahren nicht mehr aus der Szene wegzudenken. Zwingend, hypnotisch, facettenreich – nur einige Begriffe die unweigerlich mit Nitzer Ebb verbunden sind. Nachdem die Fans zwischen 1997 und 2006 eine Durststrecke durchleiden mussten, in der Bon Harris, David Gooday und Douglas McCarthy eigene Wege gingen, folgte eine Reunion-Tour von Harris und McCarthy, wonach Jason Payne das Trio vervollständigte, um die folgenden Jahre auf Festival- und Clubtour in Europa und Amerika zu gehen und eine kontinuierlich wachsende Fanbase aus alten, sowie neuen Nitzer Ebb-Liebhabern um sich zu scharen.

Placebo

Placebo gelten seit Jahren als Ausnahmeerscheinung in der britischen Popszene. Jedes ihrer bislang fünf Studioalben verkaufte über eine Million Einheiten, erstaunliche 18 Singles konnten sich in den Charts platzieren. Mit ihrem spezifischen Sound pendelt die Band zwischen leidenschaftlichem Alternative-Rock, melancholischen Songs, druckvollen Rhythmen und spacigen Klang-Exkursionen. Die aktuelle CD „Battle For The Sun“ gibt das Startzeichen für eine Neujustierung, die sich musikalisch wie auch personell artikuliert. „Das ist eine Rückkehr zu frühen Idealen“, erklärt Placebo-Sänger Brian Molko. „Es gab von uns Ausflüge in den Pop, die Elektronik und komplexe Rockmusik. Jetzt wollen wir zurück zu unserer Basis: Großartige Songs mit maximalen Spannungsbögen.“ Das scheint geglückt. Denn „Battle For The Sun“ zeigt eine souveräne, mit allen Wassern gewaschene Band, die ihre Grenzen auslotet, sich aber zugleich auf ihre besonderen Fähigkeiten besinnt: Mit gewaltiger Leidenschaft melancholische Songs von maximaler Strahlkraft und melodiöser Hingabe zu performen. Die Schlacht um die Sonne ist eröffnet mit Placebo als Protagonisten.

Punish Yourself

Auf ihrem aktuellen Album „Pink Panther Party“ ziehen Punish Yourself alle Register: Hammernde Beats, krachende, Gitarrenriffs, Loops und Samples, EBM-Sequenzen und Technoeinflüsse übernehmen die Kontrolle und die Körper tanzen. Auf der Bühne tummeln sich derweil leuchtende Kreaturen. Und doch ist dies keine bunte Kinderparty, bei Punish Yourself gibt es immer auch eine dunkle Seite: Wenn Alice Cooper sich auf einmal an Hardcore-Techno versuchen würde, klänge es wahrscheinlich ungefähr wie Punish Yourself, aber eben nur ungefähr.

Qntal

Die Moderne ins Mittelalter und das Mittelalter in die Moderne zu tragen – dieser Ansatz zeichnet das Schaffen von QNTAL aus, seit Michael Popp und Syrah, beide Absolventen des Mozarteums in Salzburg, die Band 1991 zusammen mit Ernst Horn ins Leben rufen. QNTAL ist der Brückenschlag zwischen Historie und Avantgarde. Das Trio begnügt sich nicht damit, mittelalterliches mit Beats aufzupeppen. QNTAL vermitteln Gefühls- und Gedankenwelten, die für das 12. und das 21. Jahrhundert Gültigkeit besitzen: Liebe, Trauer, Sehnsucht, Schönheit, Transzendenz.

Rabenschrey

Rabenschrey, deren Musikrichtung sie selbst als Metalalter bezeichnen, stechen gerne aus der Menge hervor. Schon die Instrumentierung zeigt, dass sie anders sein wollen: tiefe Basstöne, neben Laute und Schlagwerk, dazu ein bisschen Flöte, Chalumeau, Pipes und auch eine Prise Harfenklänge. Das ganze wird abgerundet durch die raue und markante Gesangsstimme von Donar dem Rabenvater. Fasziniert von den Klängen des Mittelalters hatten Rabenschrey immer ihren eigenen Kopf und eigenen Sound, durch keine Mode ließen sie sich beeinflussen und der Erfolg gibt ihnen recht. Trotz der beständigen Entwicklung - vor allem von der Instrumentierung - bleiben die Jungs ihrem Stil treu. Seit der Gründung 2000 hat die nordrhein-westfälische Band schon acht Alben veröffentlicht und man darf gespannt sein, denn in der Walpurgisnacht dem 30. April soll das neunte folgen – das erste Live-Album!

Rotersand

Gunther Gerl und Rascal Nikov gründeten im Jahr 2002 das Musikprojekt Rotersand. Zuvor arbeiteten sie gemeinsam an Projekten wie The Fair Sex oder WARM. Kurz darauf stieß der Produzent und DJ Krischan J. E. Wesenberg dazu. Neben Progressive Trance und Techno gehören auch Pop und Klassik zu den musikalischen Einflüssen von Rotersand. Die zahlreichen Veröffentlichungen des Gelsenkirchener Trios erreichten durchgehend hohe Platzierungen in den deutschen Alternative-Charts. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Liveauftritten von Rotersand immer groß ist. Unter anderem tourte das Trio 2006 mit Covenant durch ganz Europa und die USA. Nach nunmehr drei überaus erfolgreichen Alben und zahllosen Livekonzerten hat Rotersand aus einer eigenständigen Mélange von Industrial, Techno, Pop und sogar Klassikelementen sein unverwechselbares künstlerisches Profil geschaffen, in dem sich nach wie vor die unterschiedlichen Persönlichkeiten, der Background und der künstlerische Anspruch seiner Mitglieder widerspiegeln.

Saltatio Mortis

Egal ob auf einem Mittelaltermarkt oder einem Rockfestival mit mehreren Tausend Zuschauern – gute Stimmung und volle Häuser sind garantiert, wenn die Spielleute von Saltatio Mortis mittelalterlichen Sound mit modernem Rock verschmelzen lassen. Nach den Charterfolgen von „Des Königs Henker“ und „Aus der Asche“ bringen Saltatio Mortis 2009 mit „Wer Wind sät“ ihr von den Fans heiß erwartetes achtes Album heraus: Mittelalter-Rock vom Feinsten, der mit furiosem Sound, originellen Kompositionen und intelligenten Texten besticht. Leidenschaftliche Musik, die nicht nur tanzbar und mitreißend ist, sondern sich auch mit universalen Emotionen oder brisanten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Produziert wurde das rockige Werk von Thomas Heimann-Trosien; als Gastmusiker sind Michael Popp (Qntal) und Rock-Lady Doro Pesch dabei.

Samsas Traum

Samsas Traum ist eine Black Metal-Band, die sich von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ inspirieren ließ: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt" , so heißt es zu Beginn Kafkas berühmter Erzählung und gleichzeitig in dem Opener „Elite“ des Debütalbums „Die Liebe Gottes“ von Samsas Traum. Die deutschsprachige Band, die 1996 von Alexander Kaschte gegründet wurde, lässt sich schwer in stilistische Grenzen einordnen. Auffällig ist, dass die Alben oft einen inhaltlichen roten Faden und ein fortlaufendes Konzept haben, jedoch immer unterschiedliche Musikstile wie zum Beispiel Dark Metal, Symphonic Metal und Neue Deutsche Härte.

Skinny Puppy

Skinny Puppy ist eine Post Industrial-/Electronica-Band, beeinflusst von europäischen Industrial-Acts der ersten Stunde, wie den Throbbing Gristle oder Cabaret Voltaire. Ihre Musik ist experimentell und elektronisch mit rhythmischen Geräuschen, punkigen Sounds und dunklen verzerrten Lyrics. Skinny Puppys Bühnenauftritte sind auf Grund der bizarren und blutrünstigen Performance-Kunst legendär. Diese Live-Auftritte und ihr mehrschichtiger Sound aus Keyboards und Synthesizer lassen die kanadische Band, die 1982 von cEvin Key gegründet wurde, zu Propheten der schwarzen Szene werden.

The 69 Eyes

Skandinavien ist schon seit langer Zeit bekannt für erfolgreiche und extrem druckvolle Musik bekannt. Und gerade Finnland steht den anderen skandinavischen Ländern in nichts nach. Dies bewiesen schon Ville Valo und HIM, die weltweit einen gigantischen Gothic-Boom auslösten. So auch The 69 Eyes: Sie bestechen mit ihren düsteren Texten und brillanten Sleaze-Rock. Gitarren-Riffs vermischt mit einem Hauch von Bikerattitüden. Mit der Zeit haben sich die Rocker aber mehr und mehr dem Gothic-Rock verschrieben, was die Qualität aber in keinster Weise gemindert hat. Wer nun noch denkt, in Skandinavien gibt es nur teuren Alkohol, hübsche Menschen und viel, viel Einöde soweit das Auge reicht, der hat selber Schuld.

The Other

Die 2002 gegründete deutsche Band „The Other“ ist die bekannteste und kommerziell erfolgreichste Horrorpunkband in Europa. Mit düsterem eingängigen Punkrock, comicstrip-artigem Styling und dem charismatischen Gesang ihres Frontmanns Rod Usher führen sie die Tradition der Misfits fort. Die Inspiration für ihre Musik und Lyrics ziehen The Other aus den dunklen Geschichten namhafter Autoren wie Edgar Allen Poe, Stephen King oder H. P. Lovecraft. Ihr letztes Album "The Place To Bleed", das hervorragende Kritiken erhalten hat, veröffentlichten die vier Zombierocker im Mai 2008. Seitdem klingt ihre Musik noch facettenreicher und enthält neben komplexeren Songstrukturen jenseits der misfitstypischen "Wooaawooaa"-Chöre vereinzelt Psychobilly-Elemente.

The Sisters Of Mercy

Wo soll man anfangen? Bei einer Bandhistory die 29 Jahre umfasst, ist das keine einfache Angelegenheit. Vielleicht sollte man sich nur auf das Wesentliche beschränken. 1980 wurde die Band gegründet von Andrew Eldritch und Gary Marx. Die Besetzung drum herum wurde oft gewechselt, sodass heute nur noch Eldritch von der Anfangsformation mit von der Partie ist. 2006 war das Tourjahr der Sisters. 28 Länder in 365 Tagen. 2007 war das letzte Jahr in dem die Sisters Of Mercy CD-technisch etwas von sich haben hören lassen, wenn auch „nur“ mit einer CD Box mit neuaufgelegten alten Alben. Die letzte Platte kam 1993 auf den Markt, seitdem häufen sich die Gerüchte um ein neues Album. Und es kann immer noch nichts bestätigt werden… Nichts desto trotz sind ihre Auftritte legendär, und man sollte sie nicht verpassen!

Unheilig

Seit nun mehr 10 Jahren existiert die Band Unheilig. 1999 schlug ihr Song „Sage Ja“ wie eine Bombe ein. Frontman „Graf“ arbeitete damals schon mit festen Größen wie Wolfsheim oder De/Vision zusammen, was den Erfolg der Band ungemein steigerte. Im Jahr 2001 kam das Debutalbum „Phosphor“ auf den Markt. Es folgten Tourneen als Support für u. a. L’âme Immortelle, die Veröffentlichung von zwei DVDs und Gigs auf den größten Gothic-/Metal Festivals Europas. Wer bislang nicht das Glück hatte, einem ihrer Live-Spektakel beizuwohnen, wird nun vor die Bühne gebeten!

Zeraphine

Was lange wärt wird endlich gut?! Die Auflösung der Band Dreadful Shadows führte zu einem neuen Projekt, der Band Zeraphine. Die zwei Ex-Bandmitglieder Sven Friedrich und Norman Selbig entschieden sich im Jahr 2000, das Ex zu streichen und eine neue Band zu gründen. Helix sollte diese nun heißen, allerdings war dieser Name schon vergriffen, wie sie etwas später feststellen mussten. Ein neuer Name musste also her und schnell wie die Jungs sind – 5 Alben in 7 Jahren - haben sie sich für Zeraphine entschieden, was etwas abgeleitet im Hebräischen ein himmlisches Wesen mit sechs Flügeln darstellt. Dieses Problem beseitigt, konnten Sie sich voll und ganz auf Ihre Musik konzentrieren. Die Mischung aus Dark Rock, Alternative Rock und der Einfluss einiger elektronischer Kompositionen, führt seitdem zu dem unverkennbaren Klang von Zeraphine. Auch wenn sich ihr Stil über die Jahre verändert hat und etwas härter geworden ist, bleibt ihr eigener Klang bestehen. Diverse Konzerte halfen der Band ihre Performance zu perfektionieren. Das Fazit also, eine Band die man nicht verpassen sollte!



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Wir wünschen allen Besuchern, Bands und selbstverständlich dem Veranstalter vorweg schon einmal ein schones Mera Luna 2010.
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